Schritt für Schritt fit in den Frühling

Sport trainiert nicht nur die Muskeln, sondern auch die Abwehrkräfte – und nur, wer abgehärtet ist, kommt gesund durch das wechselhafte Frühjahr. Bewegung an der frischen Luft stärkt das Immunsystem und hebt die Stimmung. Eine selbst für Stubenhocker und Bewegungsmuffel geeignete Sportart ist das so genannte „Walking“.

Jeder kennt sie, jeder sieht sie Tag für Tag: die mit Stöcken ausgerüsteten Nordic Walker. Doch auch ohne technische Einführung und Stöcke aus Karbon können Sie gehenderweise etwas für Ihre Gesundheit tun: Das so genannte „Walking“ (das wörtlich übersetzt „Gehen“ bedeutet) schließt die Lücke zwischen Wandern und Joggen. Außer dem passenden Schuhwerk und geeigneter Sportbekleidung wird hierzu keine spezielle Ausrüstung benötigt.

Gehen will gelernt sein

Walking ist mehr als das Gehen, wie wir es aus unserem Alltag kennen. Einfach gesagt, handelt es sich dabei um schnelles, sportliches Gehen. Um Fehlbelastungen zu vermeiden und wirklich den ganzen Körper zu trainieren, empfiehlt sich die Einhaltung von ein paar grundlegenden Regeln:

  1. Wählen Sie eine aufrechte, wirbelsäulenfreundliche Haltung. Am besten erreichen Sie diese, wenn Sie nach vorne blicken und den Brustkorb anheben. Die Schultern schwingen locker mit – so vermeiden Sie Verspannungen der Schulter-, Nacken- und Rückenmuskulatur.
  2. Wie beim normalen Gehen bewegen die Arme sich gegengleich mit – allerdings sind Sie beim Walken angewinkelt. Die Hände sind locker geschlossen oder leicht geöffnet – geballte Fäuste deuten auf eine Verkrampfung hin.
  3. Der Fuß wird mit der Ferse aufgesetzt, und dann über die ganze Fußsohle – mit Tendenz über die Außenkante des Fußes – bis hin zum großen Zeh abgerollt. Die Füße zeigen während der gesamten Abrollbewegung in Gehrichtung. Drücken Sie sich mit dem Großzehenballen kräftig vom Boden ab.
  4. Die Geschwindigkeit forcieren Sie über die Schrittfrequenz (Anzahl der Schritte pro Minute) und nicht über die Schrittlänge. Mittelgroße, zügige Schritte belasten die Gelenke weniger als große und langsame Schritte. Achten Sie darauf, dass das Knie beim Aufsetzen des Fußes vorne immer leicht gebeugt ist.
  5. Atmen Sie aktiv tief und gleichmäßig im Rhythmus Ihrer Walking-Schritte – nach einiger Zeit werden Sie Ihren ganz eigenen Rhythmus finden. Wenn Sie außer Atem kommen, deutet dies auf eine zu hohe Geschwindigkeit hin, bei der Sie in Gefahr kommen, Ihre Muskulatur zu übersäuern.

Tempo runter, Gesundheit rauf

Wenn Sie zum Abschluss das Dehnen der Beinmuskulatur nicht vergessen, beugen Sie Muskelkater vor und leisten einen echten Beitrag zu einer gesunden Lebensführung. Walking belastet Wirbelsäule und Gelenke deutlich weniger als Jogging und ist damit auch für Untrainierte, ältere Menschen oder Übergewichtige sehr gut geeignet. Bei schneller Fortbewegung ist der Kalorienverbrauch bei beiden Sportarten gleich – das haben Wissenschaftler bei gesunden Frauen auf dem Laufband nachgewiesen. Deshalb: Runter von der Couch und rein ins Laufvergnügen!

Wir verwenden Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu gewährleisten. Wenn Sie auf der Webseite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu.

Nach oben scrollen