DDG – Deutsche Diabetes Gesellschaft

06. + 07.11.2015: Diabetes-Herbsttagung 2015

Die Diabetes-Herbsttagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft am 6. und 7. November richtet sich an Mediziner und Experten aus Klinik und Praxis.

Im Congress-Centrum Düsseldorf stehen die neuesten Erkenntnisse aus der Forschung im Mittelpunkt. Sie in die Praxis zu übersetzen und in Symposien, Debatten, Diskussionen, Workshops und Fallbesprechungen zu analysieren ist den Veranstaltern ein wichtiges Anliegen.

 

Diabetes-Herbsttagung für Mediziner und Experten

 

Die Diabetes-Herbsttagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft am 6. und 7. November richtet sich an Mediziner und Experten aus Klinik und Praxis. Sie steht unter dem Motto „Diabetes – eine lebenslange Herausforderung für Betroffene und Behandelnde“. Im Kongresszentrum CCD in Düsseldorf stehen die neuesten Erkenntnisse aus der Forschung im Mittelpunkt. Sie in die Praxis zu übersetzen und in Symposien, Debatten, Diskussionen, Workshops und Fallbesprechungen zu analysieren ist den Veranstaltern ein wichtiges Anliegen.

 

Diabetes ist eine lebenslange Herausforderung

 

Täglich erkranken hierzulande mehr als 700 Menschen neu an Typ-2-Diabetes. Und jährlich gibt es 2.100 bis 2.300 neue Fälle Diabetes Typ 1 bei Kindern und Jugendlichen im Alter bis zu 14 Jahre. Die Diagnose bedeute für jeden Betroffenen einen tief greifenden Einschnitt.

„Wenn eine Krankheit einen Menschen sein ganzes Leben begleiten wird, verändert dies seinen Alltag und seine Lebensführung. Der Betroffene muss sich mit einem Therapieplan auseinandersetzen, der ihn vielleicht einschränkt, belastet oder auch herausfordert“, sagt Dr. med. Eva-Maria Fach, Tagungspräsidentin und Diabetologin aus Rosenheim.

 

Gefordert ist nicht nur der Patient, sondern auch das Diabetes-Behandlungsteam. Diabetes begleitet den Patienten ein Leben lang. Da entstehen Fragen wie: Welche Auswirkungen hat dies auf die Arzt-Patienten-Kommunikation? Welche Erfordernisse ergeben sich für die Zusammenarbeit von Arzt, DiabetesberaterIn, DiabetesassistentIn und Pflegekräften? Und wie wirkt sich das Thema chronische Erkrankung auf die Zusammenarbeit zwischen Kliniken, niedergelassenen Diabetologen und Hausärzten aus?

 

Diabetes bei Kindern und Jugendlichen

 

Die Zunahme von Diabetes Typ 1 vor allem bei jüngeren Kindern hat sich in den letzten Jahren beschleunigt. „Gerade Mütter und Väter betroffener Kleinkinder sind mit der Diagnose Diabetes mellitus am Anfang oft überfordert“, sagt Tagungspräsidentin Dr. Fach. Kleinkinder verstehen noch nicht, weshalb sie mehrmals täglich Insulin spritzen und Blutzucker messen lassen müssen. Die Eltern müssen lernen, genau darauf zu achten, wie viel sich ihr Kind bewegt und die Kohlenhydratmenge jeder Mahlzeit berechnen. Mithilfe von Kinderdiabetologen, Diabetesberatern und -assistenten wachsen sie in die Doppelrolle, liebevolle Erzieher und konsequenter Therapeut zu sein, hinein. Ihre Kinder gewöhnen sich in der Regel gut an das Leben mit der Stoffwechselerkrankung.

 

Sie haben den Diabetes bis zum Eintritt in die Pubertät meist gut im Griff. Die Phase zwischen Kindheit und Erwachsensein hält viel Neues bereit: Jugendliche möchten zunehmend  Eigenverantwortung und Selbstbestimmung, machen erste Erfahrungen in der Liebe, mit Alkohol oder Drogen. „Dies kann zur Folge haben, dass Jugendliche die kontinuierliche Therapie vernachlässigen“, sagt Dr. Fach. „Weil sich außerdem der Körper verändert, kommt es bei ihnen zu starken Blutzuckerschwankungen.“ In der Pubertät werden vermehrt und ungleichmäßig Hormone ausgeschüttet, die die Wirkung und den Bedarf des injizierten Insulins ständig verändern.

 

In der Pubertät ist deshalb eine regelmäßige Betreuung und Beratung durch erfahrene Diabetologen besonders wichtig. „Der Übergang von der pädiatrischen Versorgung in die Erwachsenenmedizin ist der nächste schwierige Schritt”, erläutert Dr. Fach. In dieser Phase versuchen Behandler, die Jugendlichen für ein optimales Selbstmanagement zu motivieren und zu stärken, um Diabetes mit ihnen gemeinsam als lebenslange Herausforderung zu meistern.

 

Diabetes und Migranten

 

In der täglichen Praxis stellen auch Sprachbarrieren und kulturelle Besonderheiten das medizinische Fachpersonal vor Herausforderungen. Behandelnde Ärzte und das Diabetes-Schulungspersonal müssen bei der Diagnose, Therapie, Beratung und Schulung von Menschen mit Diabetes und Migrationshintergrund auf ihre sprachlichen und kulturellen Unterschiede eingehen.

 

Die Arbeitsgemeinschaft „Diabetes und Migranten“ der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) richtet im Rahmen der Diabetes Herbsttagung 2015 zu diesem Thema ein Symposium aus und diskutiert diese Themen in Deutschland zum ersten Mal in dieser Form. Ergänzt wird das Symposium durch den Workshop „Zu kulturellen Besonderheiten bei Diabeteserkrankungen“. Im Workshop werden anhand von Beispielen aus dem Alltag Herausforderungen verdeutlicht sowie Lösungen aufgezeigt. Um eine bessere und kultursensible Schulung und Beratung von Migranten mit Diabeteserkrankung zu fördern, hat die DDG außerdem eine neue Website der AG Diabetes und Migranten erstellt, auf der unter anderem Informationsmaterial in verschiedenen Fremdsprachen zur Verfügung gestellt wird.

 

Alle Informationen und Termine zur Herbsttagung Diabetes der Deutschen Diabetes Gesellschaft für Mediziner und Experten aus Klinik und Praxis finden Sie hier.

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