Diabetes. Was ist das eigentlich?

Diabetes mellitus ist ein Oberbegriff für Störungen des Stoffwechsels. Die Ursache der Erkrankung ist eine dauerhafte Überzuckerung, die der Stoffwechsel gar nicht oder nur teilweise ausgleicht.

Diabetes Typ 1 und Typ 2

Bei Typ-1-Diabetes produziert die Bauchspeicheldrüse kein Insulin mehr und es kommt zu einem Insulinmangel. Darum spritzen Typ 1-Diabetiker täglich Insulin, das die Funktion des fehlenden Insulins im Stoffwechsel übernimmt und Folgeerkrankungen verhindert.

Diabetes Typ-2 entsteht, wenn die Bauchspeicheldrüse weniger oder kein Insulin mehr produziert. Die Wirkung des Insulins in den Körperzellen ist vermindert und so entsteht ein Insulinmangel, der langsam, oft schleichend fortschreitet. Diabetes Typ 2 geht häufig mit schwerem Übergewicht und weiteren Erkrankungen einher. Wenn Typ-2-Diabetes früh erkannt wird, lässt sich der Verlauf der Erkrankung positiv beeinflussen.

Eine besondere Form ist der Schwangerschafts-Diabetes. Der erhöhte Blutzuckerspiegel kann durch die Hormonveränderung in der Schwangerschaft ausgelöst werden und verschwindet nach der Entbindung in der Regel von selbst.

Diabetes – Was ist das eigentlich?

Volkskrankheit Diabetes

In Deutschland sind rund sechs Millionen Menschen an Diabetes erkrankt, davon 95 Prozent an Diabetes Typ 2. Männer und Frauen erkranken etwa gleich häufig. Während bis zum Alter von 49 Jahren noch weniger als fünf Prozent der Deutschen von Diabetes betroffen sind, sind es im Alter von über 60 Jahren bis zu 20 Prozent. Die wichtigsten Risikofaktoren für Typ-2-Diabetes sind Übergewicht und Bewegungsmangel.

Forschungseinrichtungen gehen davon aus, dass die Zahl der von Diabetes Betroffenen bis zum Jahr 2030 auf über acht Millionen steigen wird. Damit wäre jeder Zehnte in Deutschland von Diabetes betroffen.

Gesunde Ernährung gegen Diabetes

 

Aktivität und gesunder Lebensstil

Regelmäßige Bewegung beugt einer Diabetes-Erkrankung vor. Sie verbessert die Wirksamkeit des natürlichen Insulins im Körper und sorgt dafür, dass der Zucker vom Blut in die Zellen gelangt. So sinkt der Blutzucker und die Zellen des Körpers werden optimal mit Energie versorgt. Zusätzlich reduziert körperliche Aktivität den altersbedingten Abbau von Muskelmasse und sorgt dafür, dass mehr Energie verbraucht wird. Das begünstigt den Blutzuckerspiegel und hält das Körpergewicht im Normbereich.

Ernährung sollte dem Körper grundsätzlich nur so viel Energie zuführen, wie er verbraucht. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung setzt auf fettarme und frische Produkte. Die Faustregel empfiehlt, fünf Mal täglich Gemüse und Obst auf den Speiseplan zu setzen. Vollkornprodukte liefern Kohlenhydrate und Ballaststoffe, Milchprodukte, Fisch, Geflügel und Hülsenfrüchte liefern wertvolles Eiweiß. Wer dann noch auf ausreichend Flüssigkeit, am besten Mineralwasser und ungesüßten Tee achtet, hat bereits viel für sich und gegen eine Diabetes-Erkrankung getan.

Dunkelziffer Diabetes

Während sich der Typ-1-Diabetes durch spürbare und typische Symptome wie starken Harndrang, Durst und Müdigkeit bemerkbar macht, bleibt ein Typ-2-Diabetes häufig lange unentdeckt. Die Symptome machen sich oft nur schleichend bemerkbar und werden nicht als krankhaft empfunden. Häufig dauert es Jahre, bis ein Diabetes Typ 2 erkannt und behandelt wird. Dann können bereits schwerwiegende Folgeerkrankungen wie Herz oder Nierenerkrankungen eingetreten sein.

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